Kostenstellenrechnung - Die Grundlagen

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In diesem einführenden Teil zur Kostenstellenrechnung geht es hauptsächlich um die sinnvolle (praktische) Bildung von Kostenstellen. Um die Antwort auf die Frage “Wie bilde ich eine Kostenstelle richtig?” vorweg zu nehmen: Es gibt kein richtig oder falsch, sondern nur ein überwiegend richtig oder überwiegend falsch. In der Praxis hängt der Zuschnitt der Kostenstellen von vielen Dingen ab. Typische Kriterien zur Bildung sind z.B. nach den Verantwortungsbereichen (Abteilung…), nach den Funktionen (Dreherei, Fräserei, Versand….), nach den Kosten (Ingenieure, Techniker, Facharbeiter, CNC-Maschinen…) oder nach den Teams (Projektteams, Inselfertigung…). Aber auch der Datenschutz spielt hier eine Rolle. Jeder Betriebsrat wird sich dagegen wehren, wenn nur eine einzelne Person auf einer Kostenstelle angesiedelt ist und damit natürlich auch deren Verdienst, deren Versicherungen usw. offengelegt wird. In diesen Fällen werden dann wieder kleine Kostenstellen zu einer größeren zusammengefasst. Aber auch die Führungskräfte eines Unternehmens können “gepoolt” werden, da dort oft vertraglich außertarifliche Leistungen vereinbart werden, die in einer operativen Kostenstelle nur allzueinfach abzulesen wären.

Entscheidend sind die Ziele, die ein Unternehmen damit erreichen will. Letztendlich geht es darum, die Kosten verursachungsgerecht auf die Kostenträger zu bringen, über die Kostenstellen eine Kostenkontrolle auszuüben und die Kostenstellenrechnung als Hilfsmittel zur Ermittlung der Kalkulationsgrundlagen zu nutzen. Allein diese Ziele sollten im Vordergrund stehen. Das klingt jetzt vielleicht etwas einfach, in der Praxis ist da aber nicht so. Hier geht es auch um Zuständigkeiten, es werden mit der Kostenstelle Kompetenzen und Machtbereiche klargestellt. Und da kann es schon zu Uneinigkeiten zwischen Menschen kommen. Das ist nicht zu unterschätzen!

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